Für Christina — von Stefano
Ich wollte dir offen zeigen, was ich in den letzten Jahren gebaut habe — keine klassische Bewerbung, mein Weg ist dafür zu vielschichtig.
Mir geht's um einen ehrlichen Austausch, in welcher Form auch immer sich das zeigt. Bevor du weiterscrollst: danke, dass du dir dafür Zeit nimmst.
Kurz gehalten, wo's reicht. Wenn du tiefer rein willst, kannst du an jeder Station klicken — musst aber nicht.
Falls du gerade keine Zeit oder Lust hast, das hier alles zu lesen: Ich habe dir das Wichtigste auch als Video aufgenommen — zum Anschauen, oder als Podcast zum Anhören unterwegs. Mehr oder weniger das, was hier steht, nur erzählt.
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Mein Weg
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Was ich in jeder Phase gelernt habe
1998 habe ich für Mediterraneo gearbeitet, ein deutsch-italienisches Lifestyle-Magazin — meine erste Rolle als Creative Director, später Leiter der Grafikabteilung. Parallel dazu New Art Generation, meine erste eigene Werbeagentur. 2006 kam Pukka dazu, eine Werbeagentur, in der ich die Werbetechnik- und Fotografie-Sparte aus eigenem Know-how aufgebaut habe.
Ambitioniert war ich schon vor dem Geschäft, nur auf der Aschenbahn: Mit 14 stand ich für den SSV Raunheim in der deutschen Bestenliste im 3000-m-Bahngehen auf Platz drei meines Jahrgangs. Mein Arbeitsleben fing in einer Eisdiele an, neben der Schule. Mein Vater hatte schon einen C64 und einen 386er mit Nadeldrucker — damit gestaltete ich Karten für die Eisdiele. Gegenüber lag eine Pizzeria, deren Koch gerade ein deutsch-italienisches Magazin plante, Mediterraneo, und auf meine Karten aufmerksam wurde. Für 50 D-Mark entwarf ich das Logo, als Prototyp.
Sechs Monate später hatte G██v████ einen Investor gefunden: S██v█████ V██u██, Vater meines späteren Partners F██i█ V██u██. Ich war kaum zwanzig, bekam aber ein Budget von 20.000 D-Mark, kaufte meinen ersten Mac und brachte die Dateien persönlich zur Henrich Druckerei nach Frankfurt. QuarkXPress brachte ich mir komplett selbst bei, ohne Internet, nur mit Büchern.
Parallel baute ich meine erste eigene Werbeagentur auf, New Art Generation, kurz NAG — gewann im Raum Frankfurt fast alle Diskotheken für Design und Druck. Die ersten Internetseiten gingen gerade online; für die Diskothek SoundZ im Paramount Park arbeitete ich als einer der Ersten intensiv mit Flash. Daneben war ich als DJ aktiv, Resident bei Planet Radio, legte bei der HR3 Club Night auf — Veranstaltungen mit bis zu 80.000 € Umsatz, in jungem Alter. Steuerlich war ich da noch nicht versiert genug und musste später eine hohe Summe nachzahlen — ein teurer Lerneffekt, der mich danach ernsthaft mit Steuern und Finanzen beschäftigen ließ.
2006, mit 26, kam der Wendepunkt: Ich konzentrierte mich vollständig aufs Geschäft. Ich fing an, mit C██u█ E██r█ bei Pukka zu arbeiten, der selbst Steuerprobleme hatte. Über mein Netzwerk brachte ich ihn mit dem früheren Finanzchef H██m██ L██h███████ zusammen, der mir vorher bei meiner eigenen Steuerthematik geholfen hatte. Für die Druckerei verband ich ihn zusätzlich mit H██m██ F██t███. Ich gestaltete die Flyer, C██u█ konnte wieder produzieren — gemeinsam etablierten wir uns in der Branche.
Bei Pukka baute ich die Werbetechnik- und Fotografie-Sparte aus eigenem Know-how auf. Es war die Zeit, in der ich lernte, wie man arbeitet, noch nicht, wie man führt. Das kam später.
Deutsche Bestenliste 1993, 3000-m-Bahngehen.
Mit der Mannschaft in Trofarello, 1990.
Mein allererster gestalteter Flyer, New Art Generation, 1998.
Einer meiner ersten Entwürfe überhaupt.
Flyer für DJ Sherry, JOY Groß Gerau, 2001.
Die Pukka-Website, damals.
Ab 2006 habe ich Druckbombe aufgebaut — eine Online-Druckerei mit eigener Schnittstelle zu Flyeralarm, die es bis heute gibt. Parallel entstand Stampa Italia, die erste Online-Druckerei Italiens, mein erster Schritt ins Ausland — die italienische Firma gibt es inzwischen nicht mehr.
Im Nachtleben konnte ich mich in dieser Zeit musikalisch und gestalterisch austoben, viel arbeiten und mir ein großes Netzwerk aufbauen. Ich sah aber auch die Schattenseiten und zog irgendwann einen harten Schlussstrich: Meine Schallplattensammlung, in die ich viel Geld investiert hatte, schenkte ich einem befreundeten DJ, und ich stellte mein Leben von einem Tag auf den anderen um — auf einen geregelten Büroalltag.
Geld war für mich immer Mittel zum Zweck, nie das Ziel selbst — ein schönes Auto, eine gute Uhr kamen mit der Zeit, waren aber nie der Antrieb. Ich arbeitete konsequent daran, mir mit der Werbeagentur eine eigene Existenz aufzubauen. In dieser Zeit kam F██i█ dazu: Ich war mit seinen Eltern in Kontakt geblieben und hatte ihm zuvor schon einen Praktikums- und Ausbildungsplatz vermittelt. Er war gerade ohne Job, und wir entschieden, das Internetgeschäft weiter zu professionalisieren — ich stellte ihn ein. So entstand Druckbombe: die Website gemeinsam mit T██i██ von Alles Logo, dazu die Werbemittelsparte und später die Fotografie. Meine bestehenden Diskotheken-Kunden brachte ich mit ins neue Geschäft.
Als mein damaliger Partner bei Stampa Italia schwer erkrankte, zog ich meine Beteiligung zurück, damit die Firma so weiterlaufen konnte, wie er und seine Familie es brauchten.
Stampa Italia war das erste Projekt, bei dem ich offiziell Personal eingestellt habe — Telefonisten und Mitarbeitende für die Produktpflege. Wegen der Sprachbarriere lief der Kontakt zu ihnen über mich, ebenso die Kommunikation mit dem italienischen Steuerberater. Das italienische Steuerrecht folgt anderen Regeln als das deutsche — eine Lernkurve, die wir sauber gemeistert haben. Angemeldet war die Firma bei mir zu Hause auf Sizilien, die Anrufe liefen aber bei uns in Deutschland auf, von wo aus wir das gesamte Geschäft steuerten. Über die selbst programmierte Schnittstelle lief fast alles halbautomatisiert — nur die Qualitätskontrolle der Daten vor dem Druck machten wir noch von Hand. Für damalige Verhältnisse waren wir damit unserer Zeit voraus.
Für Stampa Italia habe ich außerdem die komplette Inbound-Marketing-Strategie entwickelt und umgesetzt — Content, SEO, Social Media, Guest Blogging, Outreach — und Teile davon redaktionell selbst begleitet.
Druckbombe-Banner im Stadtraum.
Der Stampa-Italia-Aufkleber, Sizilien.
Im Druckbombe-Büro.
Der Frankfurter — Cover-Shootings
Für „The Frankfurter" habe ich drei bis vier komplette Ausgaben gestaltet und die Cover-Shootings selbst gemacht — unter anderem die Ausgabe mit GNTM-Model Kim Hnizdo als Cover Story „Dolce Vita am Main", inklusive der dazugehörigen Fotostrecke.
Vier Ausgaben, vier Cover-Shootings.
„Dolce Vita am Main", mit Kim Hnizdo.
Aus der „Dolce Vita"-Fotostrecke.
Restaurant-Szene, dieselbe Strecke.
Für eine weitere Ausgabe war ich Fotograf der Coverstory „Contemporary Frankfurt" über die Frankfurter Galerieszene, zum Saisonstart 2018 mit über 50 beteiligten Galerien.
2013 bin ich bei der Pacarada Group eingestiegen — als Creative Director, faktisch rechte Hand der Geschäftsführung. In zwei Jahren wuchs die Gruppe von 600.000 € auf 55 Mio. € Umsatz, offiziell bestätigt durch die Focus-Liste der Wachstumschampions.
Focus Spezial, Wachstumschampions 2017.
Pacarada, das waren zwei Brüder vom Balkan, die mit einer Haustechnikfirma angefangen hatten. Sie waren Kunden von mir in der Werbeagentur — ich hatte ihnen die Logos und das gesamte Design gemacht. Als ich mich von Pukka trennte, suchten sie gerade ihren ersten Creative Director: Sie waren inzwischen von der Haustechnik in die komplette Planung und den Bau mit allen Gewerken außer dem Dach gesprungen und brauchten jemanden, der sie visuell aufs nächste Level hob. Ich fragte, ob ich parallel F██i█ mitbringen und aus der Agentur heraus einen Onlineshop aufbauen könnte. Sie sagten zu.
Ich gestaltete das komplette CI neu — ein zeitloses Design, angelehnt an italienische Luxusmarken, das bis heute so steht. Dann kam eine verrückte Geschichte dazu: Sie gaben einen Showroom auf. Wir bauten alle Teile ab, ich fotografierte alles, und wir verkauften sie über eBay — 40.000 € kamen zusammen. Mit dem Geld launchten wir den Onlineshop. Es lief so gut, dass wir binnen kurzer Zeit 200 Leute einstellten. Die Brüder holten zusätzlich zwei gute Strategen ins Team. Ich habe außerdem den Onlinehandel mit aufgebaut, Artikel selbst fotografiert, die Websites der Bau- und Sanitärfirmen der Gruppe überarbeitet und sogar die Fahrzeugflotte beklebt — am Ende praktisch das komplette Markenuniversum der Gruppe: von der Corporate-Website über eigene Produktlinien bis zu Hotelstudien und internationalen Print-Materialien.
„Bau trifft Design” — Markenauftritt der Pacarada Group.
Die Corporate-Website, die ich mitgestaltet habe.
Pacarada Lorena — die eigene Armaturenlinie.
Hotelstudie „PADA Hotel”, 2018.
Als das Tagesgeschäft lief, fing ich an, mich mit 2D-Planung, Bauplanung, Architektur und Interior Design zu beschäftigen — brachte mir alles selbst bei, kaufte Gewerke und große Drucker, mit denen wir Tapeten und Pläne für die Innenräume drucken konnten. Mein erster eigener Auftrag war die Villa Dr. H██n████ B██d██ in Frankfurt: von der ersten 2D-Zeichnung bis zur letzten Armatur begleitet, mit internationaler Materialbeschaffung — Waschbecken, Einbaukamin und Badewanne von Antonio Lupi, Leuchten von Occhio, Fliesen von Fendi Casa und die damals marktprägenden 3D-Fliesen von Apavisa aus Spanien. Dazu individuell bedruckte Tapeten und pulverbeschichtete Gerüste, eigens bei einem Schlosser in Auftrag gegeben. Die komplette Bauphase habe ich begleitet — von der Fassade bis zum Interieur, im ständigen Austausch mit den Gerüstbauern. Für versteckte Deckensysteme, die Projektoren und Ventilatoren bei Nichtgebrauch verschwinden lassen, bin ich extra nach Athen geflogen, um die passenden Systeme direkt vor Ort zu finden. Ein Jahr lang habe ich die Baustelle per Zeitraffer dokumentiert, mit einer Kamera an einem ausrangierten Militärmast: „PROJ.BIN.FRA." ansehen.
Baustellenbanner, selbst montiert.
Villa B██d██, kurz vor Fertigstellung.
Für die letzte Etage der Pacarada-Zentrale haben wir außerdem exklusiv Marmorfliesen von Versace Home fertigen lassen, direkt aus deren Showroom in Italien.
Danach war ich mit einem der Brüder in Thessaloniki, wegen Büromöbeln für 200 Angestellte. Dort sahen wir viele Schiffe voller Menschen und verstanden schnell: Das waren Flüchtlinge. Zurück in Deutschland ersteigerten wir drei Grundstücke, für relativ wenig Geld, und fingen an, Flüchtlingsheime zu planen. Als die Krise losging, haben wir es tatsächlich geschafft, alle drei Heime für die Kommune zu realisieren. Die Flüchtlingsheime waren auf ihre eigene Art verrückt: In ganz Deutschland waren die Container ausverkauft. Über Kontakte bin ich nach Italien geflogen, habe mich vom Norden bis in den Süden durchgearbeitet und mit unzähligen Containerbauern gesprochen — dazu eine Kalkulation gemacht, ob sich das Ganze überhaupt rechnet. Am Ende bekam ich über einen Cousin, der für den Staat arbeitet, den Kontakt zu einem von drei Produzenten der UN — einer Firma, die gerufen wird, wenn die UN Container für Krisengebiete braucht, für Kriegsgebiete oder nach Erdbeben. Hauptsitz und Lager waren in Catania, von wo aus auch nach Afrika verschifft wurde, produziert wurde im Norden, in Padova.
Über meine italienischen Kontakte habe ich die Container konzipiert — als Küchen-, Wohn- und Sanitärmodul. Ich habe die Küchenzeilen und die Fenster für die Container mitentwickelt. Weil wir mit den Kommunen Verträge pro Flüchtling hatten, haben wir entsprechend Doppelbetten geplant. Ich habe rund 90 % der Planung selbst gemacht, mich in Vorschriften für Minderjährige eingelesen — Fluchtwege, Toilettenanzahl, Mindestabstände, Zimmergrößen, Bettenaufteilung — und die Vorarbeit für die Architekten geliefert. Später auch die Bauphase begleitet, von der Materialbeschaffung in Italien bis zur Handwerkerkoordination — dazu Berührungspunkte mit Anwälten und Menschenrechtsfragen. Ich habe außerdem eine App für die Kommunikation mit den Flüchtlingen programmiert, die dann auch von den Kommunen genutzt wurde. Ich habe in dieser Zeit viel gelernt — von Anwälten, von Politikern. Bis heute halte ich Kontakt zum ehemaligen Landrat des Hochtaunuskreises.
Interessensbekundungsverfahren, Hochtaunuskreis 2015 (PDF)Offizielle Ausschreibung: drei Wohnheime für ca. 150 Flüchtlinge, OberurselAuf der Baustelle, Rohbau-Phase.
Eigene Planung, Grundrisse.
Raumplanung, von Hand skizziert.
China — ein Kontakt aus der Pacarada-Zeit
Aus der Pacarada-Zeit kenne ich bis heute einen chinesischen Kontakt, der damals selbst im Mobilbau unterwegs war. Er ist seitdem aufgestiegen — heute ist er Beverage Manager für alle staatlichen Hotels Chinas. Für ein Deutsch-Chinesisches Industriezentrum, das gerade aufgebaut wurde, kam eine politische Delegation, und er brauchte für die staatlichen Hotels einen zuverlässigen Weinlieferanten. Er kontaktierte mich, und über mein Netzwerk — bis auf Ministerebene in mehreren Ländern — haben wir gleich in der ersten Runde über dreißig Paletten Wein verkauft. Bis heute bin ich mit den Kontakten von damals gut vernetzt, geschäftlich wie politisch. Bei der Delegation hatte ich auch das Vergnügen, Peter Altmaier als Redner kennenzulernen.
Mit Peter Altmaier, deutsch-chinesische Delegation.
Beim offiziellen Dinner der Delegation.
Es wurde dann Zeit, etwas komplett Eigenes zu machen — meine erste eigene deutsche GmbH zu gründen. Ich hatte inzwischen viel Erfahrung mit dem Aufbau von Onlineshops gesammelt, aber die Produkte, die wir bei Pacarada verkauften, hatten ein strukturelles Problem: instabile Preise, teilweise nur 2 % Marge, weil es von den meisten Artikeln unzählige vergleichbare Varianten gab. Ich überlegte lange, welches Produkt wertstabiler wäre — und kam auf Wein: geografisch geschützte Qualitätsweine haben stabile Preise, bei guten Jahrgängen werden sie sogar noch besser. Ein Produkt, das die Inflation quasi mitfrisst, statt von ihr aufgefressen zu werden. So entstand die Idee zur eigenen GmbH — damals mit F██i█ und G██d█ G██v█ als Partner. Das war der Startschuss.
2016 habe ich MyGourmet24 gegründet. 2018 haben F██i█ V██u██ und ich gemeinsam Giovo übernommen — einen italienischen Lebensmittelgroßhandel mit fast 50 Jahren Geschichte und rund 9 Mio. € Umsatz. Wir haben die Marke von Grund auf neu gedacht: Print, Digital, Interior, sogar die Arbeitskleidung. Der Umsatz wuchs auf rund 20 Mio. €, mit ca. 100 Mitarbeitenden.
Das Giovo-Team.
MyGourmet24 — mein erster eigener Online-Shop.
Wie es zu Giovo kam
2016 habe ich bei Pacarada aufgehört. Ich hatte mehrere Ideen im Kopf — eine davon: über meine Produktionskontakte in Pagin, Padova, einen Online-Shop für individualisierte Türen und Fenster aufzubauen. Bei individuell produzierten Produkten gibt es kein Rückgaberecht, das war der Vorteil.
Auf dem Weg nach Italien habe ich in Frankfurt kurz haltgemacht und mich mit G██d█ G██v█ getroffen. Jahre zuvor hatte er schon mal versucht, mit meiner damaligen Werbeagentur einen Online-Shop aufzubauen — gescheitert, weil er die Preise wegen seiner Gastro-Großkunden nicht öffentlich zeigen wollte. Ich konnte ihm garantieren, dass wir seine Preisstruktur nicht gefährden würden. Trotzdem war er zunächst nicht interessiert. Dann habe ich ihm versprochen: Wenn er die Partnerschaft eingeht, kaufe ich die Firma irgendwann. Das hat den Ausschlag gegeben.
So gründeten wir MyGourmet24. Das Geschäft lief von Anfang an gut — auch dank Edito, unserem ersten strategischen Partner, über den wir exklusiv Lavazza-Kapseln verkaufen konnten. Nach einem Jahr sprach G██d█ mich an: „Du hast doch gesagt, du kaufst die Firma." Ich konnte es selbst kaum glauben, aber er hatte recht.
Meine Hausbank forderte für die Übernahme rund 1 Mio. € Eigenkapital — das hatte ich nicht. Ein Jahr lang habe ich mit zwei Bankern aus meinem Netzwerk ein Finanzierungskonzept erarbeitet: eine Struktur aus Bürgschaftsbank, KfW, DZ Bank und meiner Hausbank, kombiniert mit einem Verkäuferdarlehen, dokumentiert in einem Businessplan mit über 100 Seiten. Am Ende standen 12 Mio. € — und wir konnten Giovo kaufen.
Neueröffnung Giovo Königstein.
Grundriss, aus der eigenen Planung.
Rendering der Feinkosttheke.
Baustelle, kurz vor der Eröffnung.
Zahlenplanung, von Hand.
Bei der offiziellen Eröffnung am 5. Juli 2021 kam auch Bürgermeister Leonhard Helm vorbei. Ich habe damals unser Weinsortiment hervorgehoben: „Unser Portfolio umfasst alle großen italienischen Weinregionen — dazu exklusive önologische Kleinode, die wir exklusiv vertreiben, wie Marramiero, Costaripa oder Mocavero."
Top Magazin Frankfurt — „Schlemmer-Mekka in Königstein"
Taunus Nachrichten — „Königsteiner begrüßten Giovo in ihrer Mitte"
Die Immobilien — GV Verwaltungs GmbH & Co. KG
2018 habe ich mit dem Kauf von Giovo auch die erste Immobilie erworben — in Mühlheim, wo Großhandel und Büros untergebracht waren. Wir haben Wohnungen gebaut, Lager und Büros erweitert, alles über die GV Verwaltungs GmbH & Co. KG verwaltet. Später kam ein Grundstück dazu, das wir wieder verkauft haben, dann ein Mehrfamilienhaus in Mainhausen und schließlich ein großer Block: eine alte Brauerei mit über 25 Wohn- und Gewerbeeinheiten — Fahrschule, Tattoostudio, dazu noch Baupotenzial. Dazu kam die Immobilie in Königstein, mit dem Supermarkt, rund 20 Büros, einem Penthouse obendrauf, Lagerflächen und Einzelhandel. Am Ende waren es 74 Einheiten.
Königstein, vorher: der REWE-Markt.
Dasselbe Haus, nachher: Giovo.
Als ich 2025 wegen des Schlaganfalls aus gesundheitlichen Gründen aus der Firma aussteigen wollte, waren die Immobilien noch nicht abbezahlt — kreditfinanziert, mit mir persönlich als Bürge. Deshalb habe ich das komplette Immobilienpaket zusammen mit den restlichen Giovo-Anteilen verkauft.
Corona — Krisenmanagement
2020 durfte der Lebensmittelhandel auch während der Pandemie nicht schließen. Wir haben versucht, aktiv zu bleiben statt abzuwarten: Ich habe für unsere Kunden To-Go-Konzepte entwickelt, und wir sind auf weitere Supermarktstandorte expandiert. Weil unser Online-Shop schon stand, haben in der Zeit auch andere Großhändler ihre Waren darüber verkauft, die sonst keinen eigenen Kanal hatten.
Businessplan Giovo — Corona-Liquiditätsplanung (PDF)To-Go-Konzepte, Marketingmaßnahmen, Liquiditätsplanung 2020Das Bestelltool — mein letztes großes Projekt bei Giovo
Kurz bevor ich Giovo verlassen habe, verlangten die Investoren ein digitales Bestellsystem. Wir hatten das Unternehmen zu dem Zeitpunkt schon deutlich digitalisiert, aber noch nicht durchgängig: Die Vertreter gingen mit Aktenordnern zu den Kunden, es gab keine Kataloge und keine richtige Internetseite, Preislisten wurden aus Excel auf den Tintenstrahldrucker gedruckt.
Ich habe daraufhin selbst ein Bestelltool programmiert — mit einem Team aus Programmierern in Indien und Deutschland, in rund sechs Monaten umgesetzt. Die Anwendung lief auf iPad und iPhone sowie über einen Browserlink, mit einer Version für die Vertreter und einer für die Endkunden. Angebunden war sie direkt an Sage, unser Warenwirtschaftssystem — Bestellungen liefen ohne Umweg dort ein. Kunden, die wöchentlich dasselbe bestellten, konnten feste Bestelllisten anlegen, wählbar waren jeweils nur die Tage, an denen in ihrer Stadt oder Region tatsächlich geliefert wurde.
Nach der Testphase lief es reibungslos. Darauf bin ich bis heute stolz — wie schnell wir das von der Idee zur fertigen Anwendung gebracht haben.
Die App, offiziell im App Store.
Die Browser-Version, für den Endkunden.
Nur echte Liefertage wählbar.
Bestellen, endlich einfach.
Im Februar 2025 hatte ich einen Schlaganfall. Zwei Monate lang hatte ich Symptome, ohne sie richtig einzuordnen, bis ich sie ernst genommen habe. Bei der Untersuchung fanden die Ärzte einen kleinen Herzfehler — die eigentliche Ursache. Eine kleine OP hat ihn behoben.
Danach erholte ich mich vollständig. Ein paar Monate später lief ich einen Marathon, meine persönliche Bestzeit. Aber der Schlaganfall hat etwas verändert: Ich habe entschieden, das Unternehmen zu verkaufen.
Im Oktober 2025 kam der Exit — ein Verkauf an Investoren aus London und Dubai, im März 2026 dann auch die restlichen Anteile an der GV Verwaltungs GmbH & Co. KG, der Beteiligungsgesellschaft mit den Immobilien. Der Deal lief nicht so, wie wir es geplant hatten: Das Unternehmen wurde aufgesplittet, der Supermarkt läuft heute weiter, Teile des Großhandels bestehen nicht mehr in der ursprünglichen Form. Ich bin operativ nicht mehr beteiligt, aber stolz auf das, was wir gemeinsam aufgebaut haben.
Lageralltag bei Giovo.
Auslieferung, gut gefüllt.
Di Marco — Pinsa
Über Giovo war ich der erste Vertriebspartner der Pinsa-Marke Di Marco in Deutschland — und wurde ihr größter Abnehmer, für Einzel- und Großhandel. Di Marco war 2024 Hauptsponsor der italienischen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM — als größter Vertriebspartner durften wir das Team persönlich kennenlernen. Dabei kam ich mit Nationaltrainer Luciano Spalletti ins Gespräch: Er investiert privat in einen toskanischen Weinhandel und tat sich schwer, in Deutschland Fuß zu fassen. Ich habe ihm geholfen, mehrere Paletten seines Weins hier zu verkaufen.
Werksbesuch bei Di Marco.
Im Gespräch mit Luciano Spalletti.
M██h███ S██r███ & Hasan Salihamidžić
Über die Zusammenarbeit mit M██h███ S██r███, die bis heute auch mit Momenti Studio weiterläuft, durfte ich seinen Partner Hasan Salihamidžić kennenlernen. Über Giovo haben wir ihn oft mit großen Mengen italienischer Geschenkkörbe beliefert.
Mit Hasan Salihamidžić.
Giovo Wine & Food — die Hausmesse
G██d█ hatte schon immer eine kleine Hausmesse im eigenen Lager. Als wir expandiert sind, haben wir daraus etwas ganz anderes gemacht: die „Giovo Wine & Food"-Genussmesse in der Union Halle Frankfurt, mit Plakatkampagne in der ganzen Stadt. Ich habe ein umfangreiches Masterclass-Programm zusammengestellt — etwa eine Jermann-Vertikale mit den Jahrgängen 2013 bis 2020, präsentiert von G██s████ S██n█. Über die Messe wurde auch im Fernsehen berichtet.
Einladung zur Wine & Food.
Plakatkampagne in Frankfurt.
Masterclass: Jermann-Vertikale.
Die Hausmesse, gut besucht.
Union Halle, über zwei Ebenen.
TV-Dreh zur Hausmesse.
In den Medien
Radio Frankfurt, „Chef On Air" — mit F██i█ V██u██ (30.11.2020)
Radio Frankfurt, „Chef On Air" — mit F██i█ V██u██ (15.07.2022)
RheinMainTV — „Italienische Spezialitäten bei Giovo in Frankfurt"
RheinMainTV — Weihnachtsessen bei Giovo Mühlheim, mit Ella Kiel
Top Magazin Frankfurt — „Was für ein Käse", mit einem Zitat über piemontesischen Cravanzina
Presseartikel, Tarantino's-Event mit Giovo.
Giovo-Markenauftritt, Gesamtsortiment.
Heute führe ich Momenti Studio — ein kleines Design-, Foto- und Contentstudio in Frankfurt, das ich mit meiner Frau S██i██ gegründet und Anfang 2026 neu aufgestellt habe. S██i██ ist heute beruflich und mit unseren Kindern vollständig eingebunden, wirft aber immer noch einen sehr genauen Blick auf meine Arbeiten. Der Kreis schließt sich — ich baue gerade wieder das auf, was ich immer am liebsten gemacht habe. Und ich glaube, dass in den nächsten Jahren kleine, schlank aufgestellte Studios im Vorteil sind: wer sein Know-how bündelt und mit KI-Werkzeugen optimiert produziert, kann mit großen Agenturen mithalten, ohne deren Overhead.
Ich habe in dieser Zeit schon wieder einige wichtige neue Kunden gewonnen. Diese Phase nach dem Giovo-Exit nutze ich bewusst: Ich glaube, dass in den nächsten drei Jahren bis 2030 durch KI, Robotik, Wirtschaftskrisen und Verschiebungen im Weltmarkt vieles in Bewegung gerät — eine Zeit, in der man sich neu aufstellen oder sogar neu erfinden muss. Genau deshalb ist jetzt für mich der richtige Moment, mich zu stabilisieren — für den Aufschwung, der danach kommt.
Meine persönliche Umpositionierung ist auch, mein gebündeltes Know-how für andere zu nutzen — für Menschen, die meine Stärken gezielt nutzen können, um gemeinsam zu wachsen. Mir ist bewusst, was du mit cosnova aufgebaut hast: nahezu eine Milliarde Umsatz, ein Team von Hunderten Menschen — das ist eine andere Größenordnung als alles, was ich bisher aufgebaut habe, und genau das macht den Austausch mit dir für mich so interessant.
Stefano, heute.
Mit Frida, seiner Rettungshündin aus Portugal.
Eine Erinnerung, Christina
Als Fotograf war ich vor vielen Jahren auch bei dir — ich habe die Kommunion von L██r█ begleitet, inklusive Tischbox für die Gäste. Mein Vater war dabei, meine Mutter war zu der Zeit sehr krank. Die Herzlichkeit, mit der ihr uns damals begegnet seid, ist mir all die Jahre in Erinnerung geblieben.
Über eine kleine Fotografie-Nebentätigkeit durfte ich damals auch cosnova-Mitarbeitende porträtieren — cosnova ist mir also nicht nur aus der Ferne bekannt.
Projekte im Team
The Medical Gym — für Fit 711, gemeinsam mit M██k██ F██t█: komplette Corporate Identity für das neue Konzept, das medizinische Betreuung und Fitness verbindet. Branding, Print-Broschüren, CI-Guidelines und das Fotoshooting für den Webauftritt.
Zenzakan — komplettes Redesign für das Restaurant von C██i█████ M██k. Y██o█ als Creative Director, ich als Director of Photography: Video, Fotografie und eigene Designideen mit eingebracht. Für die Mook Group haben wir außerdem eine Plakatkampagne realisiert — Shooting, Design und Druckvorstufe komplett aus einer Hand, für Großflächen im Stadtraum und Print. Fotos von mir dazu erschienen auch im Magazin Rolling Pin, in einem Feature über die Frankfurter Gastro-Szene.
L'áfrique Café & Bistrot — Logo und Markenauftritt von Grund auf entwickelt.
The Medical Gym — Corporate Identity.
The Medical Gym, Trainingsfläche.
Zenzakan, nach dem Redesign.
L'áfrique Café & Bistrot — Logo.
Zenzakan — Lounge-Bereich.
Zenzakan — Sitzbereich.
Zenzakan — Tafel für private Dinner.
Wer sonst noch mit uns arbeitet
Darunter Sternerestaurant Carmelo Greco, die Isoletta-Gruppe, Möbelhaus Kontrast sowie die Marken Seat, Kia und Nissan. Für den Gewerbeverein Königstein (HGK) habe ich außerdem das neue Logo entwickelt — nach über 50 Jahren mit dem alten Zeichen, entstanden in zwei Tagen per WhatsApp-Abstimmung mit dem Vorstand.
Taunus Nachrichten — „HGK: Neue Ideen, frischer Optik"
Kontrast-Showroom, Frankfurt.
Sofa-Arrangement für den Katalog.
Presse & Magazine
Für The Frankfurter habe ich die ersten Ausgaben mit aufgebaut — Layout, Satz und Fotoshootings. Für das Rare Magazin ein Shooting mit Kim Hnizdo. Für ein weiteres Magazin durfte ich Sir Rocco Forte, den Inhaber der Rocco-Forte-Hotels, fotografieren. ID Magazine — ein italienisch-deutsches Lifestyle-Magazin, das ich komplett von Grund auf konzipiert und gestaltet habe. Zeitlich konnte ich es nie vollständig umsetzen, aber es zeigt, wie ich an ein eigenes Editorial-Projekt herangehe.
„Intervall” — mein eigenes Buch.
Sir Rocco Forte, für ein Magazin-Shooting.
ID Magazine — eigener Entwurf.
Bryan Cave — Fine-Art-Architekturfotografie
Für die internationale Anwaltskanzlei Bryan Cave habe ich großformatige Schwarz-Weiß-Fotografien für ihren Standort „Die Welle" in Frankfurt produziert — Frankfurt-Motive ohne die üblichen Klischees, ruhig und zeitlos. Für die Brückenmotive habe ich über einen längeren Zeitraum hunderte Aufnahmen vom Stativ gemacht und in der Postproduktion alle Menschen herausgerechnet: eine Brücke, wie es sie in der Realität nie gibt — vollkommen leer. Dazu Fassadendetails von „Die Welle": Dreiecke, Spiegelungen, Muster statt Totale.
Produziert als Direktdrucke hinter Glas, komplett selbst installiert — Konferenz- und Empfangsbereiche, millimetergenau.
Die Brücke — vollkommen leer, in der Postproduktion komponiert.
Weitere Projekte
Moses Pelham — ein analoges Porträt-Shooting mit der Pentax 67, über eine familiäre Verbindung entstanden.
ABACI — Anzeigenkampagne fürs GQ-Magazin: Shooting, Layout und Druckvorstufe aus einer Hand, reduziert statt klassisch inszeniert. Mit Designer C██ M██t███ A██c█ arbeite ich schon länger zusammen — 2016 war ich einer von drei Fotografen bei „Das Experiment", seinem Pop-up-Store im Frankfurter Opernviertel.
Main Plaza Suite Tower — Website für den Frankfurter Wohnturm, von der analogen Skizze bis zur Umsetzung, KI-Bildwelten gezielt als Werkzeug eingesetzt.
A██x█████ K██p██ — kompletter Markenauftritt für den Finanzvermittler: Logo, Geschäftsausstattung, Website und Fotografie, zurückhaltend und ohne Kunstlicht.
Moses Pelham, analog.
ABACI, für GQ.
Main Plaza Suite Tower, Konzept.
Website für A██x█████ K██p██.
Houlihan Lokey — Porträtfotografie in London
Über S██c██ K██n█████, damals bei der internationalen Investmentbank Houlihan Lokey in London, kam ein Auftrag für Porträtfotografien in Galerierahmen aus Holz mit Spiegelglas — produziert und in London installiert.
Die gerahmten Porträts, vor der Installation.
Ich glaube, dass es heute wichtig ist, neue Technologien zu nutzen, ohne Arbeitsplätze zu gefährden — sondern indem man Menschen die Möglichkeit gibt, effektiver zu arbeiten. Neben der klassischen Kreativarbeit baue ich dafür eigene KI-gestützte Werkzeuge. Kein Buzzword-Bingo, sondern Werkzeuge, die tatsächlich laufen.
Rechnungsassistent
Er durchsucht freigegebene Lieferantenaccounts und E-Mail-Postfächer, zieht Rechnungen heraus, lädt sie ins Buchhaltungsprogramm und ordnet sie automatisch der passenden Bankausgabe zu. Vorher: rund sechs Stunden jeden Freitag. Heute: etwa eine Stunde Kontrolle im Monat — das macht rund 300 gesparte Stunden im Jahr, für einen Ein-Personen-Betrieb ein spürbarer wirtschaftlicher Vorteil.
SEO-/GEO-Prüfung
Läuft aktuell auf der Main-Plaza-Website: automatisierte Analyse, wie andere große Hotelseiten vorgehen und welche Trends sich abzeichnen, wöchentliche Anpassung — nicht nur für Google, sondern gezielt für KI-Empfehlungen. Es funktioniert bereits: Gäste haben KI-Systeme nach einem Hotel mit schöner Aussicht gefragt, und bei einigen hat die KI tatsächlich Main Plaza Frankfurt genannt. Fürs interne Intranet des Hotels habe ich außerdem einen eigenen KI-Chatbot gebaut.
Persönlicher Assistenz-Agent
Verwaltet Termine und prüft auf Konflikte, plant Reisen und bucht Tickets, bestellt freigegebene Verbrauchsmaterialien wie Druckerpapier oder -patronen — mit klar definierten Freigaben, kein Blankoscheck.
Ein Marathon-Coach, der auf Gesundheit achtet
Nach meinem Schlaganfall habe ich weiter trainiert, aber mit einer Pulsuhr — in den ersten drei Monaten durfte mein Puls 130 nicht überschreiten. Daraus entstand ein KI-Agent, verbunden mit Strava, Apple Health und meiner Ernährung: Er zieht Läufe, Puls, Schlaf und Gewicht, und passt meinen Marathonplan jeden Tag neu an. Es geht nicht um höher, schneller, weiter, sondern um Pulskontrolle in Verbindung mit dem Trainingsziel. Mittlerweile komplett fertig und im Alltag im Einsatz.
Teppichlabor — Beteiligung im Aufbau
Parallel gründe ich gerade Teppichlabor mit, ein neues Unternehmen für Teppichreinigung: Industrie- und Handreinigung, mit Lieferservice und Vor-Ort-Reinigung. Ich bin mit 50 % beteiligt und baue den Vertrieb, das Marketing und die komplette Marke auf — Bildmarke und Wortmarke.
Erste Konzeptskizzen, von Hand.
Gerade bei Bildern und Visualisierungen merkt man unterbewusst, wenn ständig alles KI-generiert wirkt — eine Art Ermüdung. Deshalb bin ich überzeugt: KI-Werkzeuge sollen die Arbeit erleichtern und effizienter machen, aber besonders bei der Visualisierung muss das Ergebnis ehrlich bleiben. Rechenzentren werden teurer, die Kosten für große KI-Modelle steigen — ein Grund mehr, auf lokale und interne Lösungen zu setzen, die diese Kosten gar nicht erst mittragen müssen.
Kurz gesagt: Ich baue dir einen digitalen Assistenten, der dich kennenlernt und sich deiner Arbeitsweise anpasst — damit du effektiver und effizienter arbeiten kannst. Genau diesen Impuls, Dinge einfach zu bauen statt nur darüber zu reden, würde ich auch für Cosnova Essence mitbringen wollen.
Der Rechnungsassistent, live im Einsatz.
Automatische Zuordnung der Buchungen.
Manche dieser Beziehungen bestehen seit fast 30 Jahren — über verschiedene Kapitel meiner Laufbahn hinweg. Einige Kunden habe ich zuerst in der Werbeagentur betreut, später als Großhändler wieder getroffen — wie G██d█ G██v█, selbst ursprünglich aus dem Großhandel, dessen Firma ich Jahre später übernommen habe. Gute Beziehungen kommen zurück.
| Marke | Bereich |
|---|---|
| M██h███ S██r███ / Isoletta-Gruppe | Gastronomie |
| C██i█████ M██k / Mook Group | Gastronomie |
| Dr. J██ W██f█ | Orthopädie |
| Golfclub Frankfurt | Sport |
| Fit 711 | Fitness & Medizin |
| Brink's | Sicherheitslogistik |
| Germany's Next Topmodel | TV-Format |
| Ferrari Challenge | Motorsport |
| Coca-Cola Deutschland | Getränke |
| Lufthansa | Luftfahrt |
| Loro Piana | Luxusmode |
| Brunello Cucinelli | Luxusmode |
| Boggi | Mode |
Gerade nehme ich mir bewusst eine kurze Auszeit, um diese knapp dreißig Jahre zu verarbeiten — nicht im Sinne von Stillstand, ich betreue weiterhin einige Kunden, aber ich reduziere im Moment bewusst mein Tempo.
Weitere Projekte — größere wie kleinere — finden sich im Blog von Momenti Studio.
Schon vorab wollte ich dir zeigen, wie ich denke: Ich habe essence.eu, catrice.eu und cosnova.com genauso durchleuchtet wie meine eigenen Seiten oben.
essence.eu
Starke Infrastruktur — Virtual Try-on, Shade Finder, und mit „Kingdom of Essentia" eine eigene Roblox-Welt, die über 5 Mio. Besuche und 75 Jahre kumulierte Verweildauer generiert hat, bei 96 % Zustimmungsrate. Im Herbst 2025 wurde essence sogar zur meistverkauften Make-up-Marke weltweit auf TikTok. Und genau das ist der Punkt: Von diesem Video-Erfolg ist auf der eigenen Startseite kaum etwas zu spüren — kein Video-first-Content, keine kuratierten UGC-/Creator-Inhalte, kein SEO-Editorial jenseits der reinen Produktseiten. Die Reichweite ist längst da, nur nicht auf eurer eigenen Seite.
catrice.eu
Keine eingebundenen Tutorial-Videos, keine sichtbaren Kundenbewertungen, „Catrice for Tomorrow" bleibt ein Claim ohne erzählte Tiefe. Selbst aktuelle Aktivitäten wie die „Seashell Stories"-Kollektion oder die Creator-Partnerschaften der Campaign '26 laufen fast ausschließlich über Instagram und TikTok — auf catrice.eu selbst kommt davon kaum etwas an. Genau da, wo Fotografie, Video und Storytelling ansetzen würden.
cosnova.com
Am spannendsten wird es für mich hier: „From Hate to Happiness" hat 2025 Bronze beim Deutschen Digital Award geholt, Kategorie Podcast — ihr wisst also längst, dass ein Podcast bei euch funktioniert. Aber es war eine einmalige Kampagne, kein laufendes Format. Genau da würde ich ansetzen: ein Cosnova-Podcast, der nicht nach einer Kampagne endet, sondern mit fester Kadenz weiterläuft, mit den richtigen Gästen über Zeit aufgebaut — dauerhafte Reichweite statt einmaliger Werbung. Und dafür gibt es mit studio_c schon die Infrastruktur — die Frage ist eher, wer das redaktionell führt und dranbleibt, wenn die nächste Kampagne kommt. Dass ihr mit Thorsten Mühl gerade erst einen eigenen Chief Digital Marketing & Experience Officer berufen habt, zeigt: Genau dieses Feld wird bei euch strategisch gerade aufgewertet — der Zeitpunkt für so ein Format war selten besser.
Ein Muster, das sich über alle drei Marken wiederholt — deshalb lohnt es sich vermutlich, es einmal grundsätzlich anzugehen statt dreimal einzeln.
Zur Einordnung, warum mir das wichtig erscheint: 2025 habt ihr 991 Mio. € Umsatz gemacht (+4 %, E-Commerce sogar +20 %) — die Milliarde ist 2026 in Reichweite. Dazu habt ihr gerade mit Niche Beauty Lab die erste Übernahme der Firmengeschichte gemacht und essence wurde im Herbst 2025 zur meistverkauften Make-up-Marke weltweit auf TikTok — gleichzeitig drängt mit Sheglam eine neue TikTok-Shop-Konkurrenz genau in eure junge Zielgruppe. Bei alldem: keine Mitarbeitergeschichten, kein laufendes Podcast-Format, kein Thought-Leadership-Format. Die Reichweite dafür habt ihr längst, genutzt wird sie an dieser Stelle noch nicht.
Was ich daraus mitbringen würde: ein eigenes Video-/Podcast-Studio aufbauen, Content für essence und catrice fotografisch und filmisch schärfen, den Onlineshop-Content weiterdenken, Mitarbeiter- und Gründungsgeschichten erzählbar machen — und, wo es passt, auch Themen wie Sicherheit und KI-gestützte Prozesse mit einbringen.
Das ist eine erste Einschätzung von außen, kein fertiges Konzept — würde ich liebend gern mit dir im Detail durchgehen.
Ein paar Beobachtungen aus meinem ersten Blick von außen — nicht, weil sie zwingend richtig sein müssen, sondern weil sie zeigen, wie ich an so etwas herangehe.
Ein eigenes, redaktionell geführtes Cosnova-Format mit echten Gästen — Gründerinnen, Beauty-Creator, eigene Mitarbeitende, Handelspartner. Peu à peu aufgebaut, planbar produziert, mit klarer Linie statt Einzelaktionen. Über Zeit auch als eigene Reichweite und Einnahmequelle denkbar. Drei Kadenzen, die ich durchgerechnet sehen würde:
In jedem Fall: aus jeder Folge lassen sich mehrere Reels für Instagram und TikTok schneiden — der Podcast wird zum Content-Fundament, nicht zum Nebenprodukt.
Konzeptdiagramm: Podcast-Setup, erste Idee.
Neben dem Podcast könnte ich mir auch ein ruhigeres, dokumentarisches Video-Format vorstellen — Arthouse statt Hochglanz-Werbespot. Nah an Menschen und Prozessen statt an reiner Produktinszenierung. Genau die fotografische Handschrift, in der ich zuhause bin („Analog ist Wahrheit"). Denkbar wäre auch eine eigene kleine Filmabteilung mit Fokus auf Aufklärung, in Zusammenarbeit mit D██o A██e█████, mit dem ich schon Filme mache. Vier Themenrichtungen, die zu eurem eigenen Anspruch der „Demokratisierung der Schönheit" passen würden:
Storyboard-Diagramm, drei Szenen.
essence.eu und catrice.eu haben die technische Basis (Try-on, Shade Finder) — es fehlt die redaktionelle Schicht darüber: Tutorial-Content, kuratierte UGC, SEO-Editorial. Genau die Lücke, die ich bei anderen Projekten schon geschlossen habe.
Elf Marken, eine erste Auswertung.
Mit Niche Beauty Lab kommt gerade ein 45-köpfiges Team aus Spanien mit eigenem Wissen in aktiver Skincare dazu — Sergio Chorrero bleibt CEO, die Strukturen bleiben bestehen. Genau das ist eine Geschichte, die erzählt werden will: Wer sind die Menschen dahinter, was bringen sie mit, wie wachsen zwei Teams zusammen? Meine „Wer produziert eigentlich?"-Doku-Idee von oben würde ich als Erstes genau hier ansetzen — an einer echten, aktuellen Geschichte statt einem generischen Format.
Kein Kernthema von mir, aber ein Impuls, den ich einbringen kann: Ich baue selbst kleine KI-Werkzeuge für eigene Abläufe (siehe Station 06) — einen Rechnungsassistenten, eine automatisierte SEO-/GEO-Prüfung für Websites, erste Ansätze für einen persönlichen Assistenz-Agenten. Nichts davon ist Theorie, alles läuft bei mir im Alltag. Übertragen auf Cosnova: das könnte ein Agent sein, der Reviews/UGC über essence, catrice und cosnova.com hinweg sichtet und bündelt, oder einer, der die SEO-/GEO-Lücken aus dieser Analyse automatisch nachverfolgt. Würde ich als Sparringspartner anbieten, nicht als Spezialgebiet verkaufen.
Wie ich an so ein Thema herangehe, zeigt sich an einem Muster, das sich bei mir wiederholt: Man gibt mir ein Thema — sagen wir „leite Cybersecurity ein" — und ich fange an zu reisen, mein Netzwerk zu aktivieren, die richtigen Kontakte zu suchen, erste Tools selbst zu bauen, wo nötig Entwicklung z. B. nach Indien auszulagern, die Oberflächen selbst zu gestalten und einen Businessplan dafür auszuarbeiten. Ich bin eher der, der ein Thema anschiebt und zum Laufen bringt, als der, der es danach dauerhaft verwaltet.
Auch bei Robotik und Automatisierung in der Produktion bin ich kein Spezialist, aber hier passt mein Muster von oben noch einmal: In der Kosmetikproduktion steckt bei Abfüllung, Verpackung und Qualitätskontrolle oft viel manuelle Arbeit, die sich mit wachsendem Volumen und wachsender Variantenzahl automatisieren lässt. Ich würde die Automatisierung nicht selbst bauen, sondern das Thema anschieben: die richtigen Partner und Lieferanten finden, den Business Case rechnen, das Projekt von der ersten Idee bis zur Umsetzung begleiten — wie bei den Bauprojekten oder den KI-Werkzeugen oben. Mit Niche Beauty Lab, das gerade neu ins Unternehmen kommt, wäre das ein naheliegender erster Ansatzpunkt, sobald dort neue Produktionslinien entstehen.
Ein internes kleines Studio-Set-up für genau diesen Bedarf — Podcast, Doku-Reihe, Reels, Produktfotografie, Mitarbeiterporträts — statt jedes Format extern zu vergeben. Baue ich seit Jahren für Kunden auf, zuletzt bei Isoletta/Main Plaza im laufenden Betrieb.
Grundriss-Diagramm, internes Studio.
Ein Gedanke, der über essence und catrice hinausgeht: Immer mehr Menschen sind es müde, ständig KI-generierte Bilder zu sehen. Ich glaube, dass man mit ehrlichem, von Menschen gemachtem Content in den nächsten Jahren eher auffällt als mit noch mehr KI-Ästhetik — über redaktionelle Blogformate genauso wie über einen Onlineshop mit durchdachten Upselling-Produkten, zum Beispiel Schmink-Bücher statt nur Produkte. Nur ein erster Gedanke, kein fertiges Konzept.
essence und Catrice sind beide im preiswerten bis mittleren Preissegment positioniert — eine dritte, hochpreisige Marke im Portfolio bleibt eine reizvolle Lücke. Was ich dafür mitbringen würde, über die reine Idee hinaus: echte Kontakte in die Luxusindustrie — von führenden Weingütern über Loro Piana, Brunello Cucinelli, Antinori und Allegrini bis zu Antonio Lupi und Versace Casa, durch die Villa-Projekte gewachsen. Und ein klares ästhetisches Bild dafür: Marmor- und Edelmetalloptik, reduziert statt protzig — old money statt new money. Konkreter Ansatzpunkt wäre eine Glow-/Illuminator-Palette — essence hat mit der Radiant Light Face Palette schon die Produktidee, genau solche Produkte sind klassische Einstiegspunkte für Luxuslinien.
Moodboard-Diagramm, Luxussegment.
Ein Gedanke, der über Content hinausgeht: ein eigener Firmencampus, wie ihn Google oder Apple für sich gebaut haben — Architektur und Arbeitsumgebung als Teil der Marke, auch als Statement nach außen. Genau das ist ein Feld, in dem ich zu Hause bin: 2D-Planung, Innenarchitektur, internationale Materialbeschaffung, komplette Bauphasenbegleitung — von der Villa B██d██ bis zu den Flüchtlingsunterkünften habe ich das mehrfach von der ersten Skizze bis zur Fertigstellung durchgezogen (siehe Station 03). Für eine wachsende Marke wie cosnova wäre ein eigener Campus auch ein Rekrutierungsargument — gerade für die jungen, kreativen Köpfe, die ihr für TikTok, Content und die nächste Wachstumsphase braucht.
essence betreibt seinen YouTube-Kanal seit über einem Jahrzehnt, verteilt zusätzlich auf vier Kanäle (global/deutsch, pro Marke) — genau die Art Herausforderung, die mich reizt: einen eingespielten, etablierten Kanal für ein jüngeres Publikum weiterentwickeln, ohne die bestehende Community zu verlieren. Bevor man in noch mehr einzelne Formate investiert, würde ich mir erst eine gebündelte Kanal- und Content-Strategie über alle vier Kanäle hinweg anschauen.
Ihr habt euch öffentlich dazu committed, die Preise trotz globaler Zollbelastung stabil zu halten — eine der stärksten Vertrauensbotschaften, die eine Marke gerade senden kann, und sie wird kaum erzählt. Genau solche Themen — Kosteneffizienz, Transparenz, warum ihr das könnt und andere nicht — würde ich in kurze, glaubwürdige Content-Formate übersetzen statt in eine klassische PR-Meldung.
Etwas, das ich schon einmal gemacht habe und wieder machen würde: eine eigene Mitarbeiter- oder Kundenzeitschrift. Bei Mediterraneo war ich Creative Director eines deutsch-italienischen Lifestyle-Magazins, bei The Frankfurter habe ich die ersten Ausgaben mit aufgebaut, mit ID Magazine ein eigenes Editorial-Projekt komplett durchdacht. Für cosnova könnte ich mir beides vorstellen: eine interne Mitarbeiterzeitung, die genau die Gründungs- und Mitarbeitergeschichten erzählt, die online noch fehlen — oder ein externes Kundenmagazin, gedruckt oder digital, das essence und catrice redaktionell statt rein werblich zeigt. Beides würde auch die Lücke bei „Mitarbeitergeschichten" von oben schließen, nur in einem Format mit echter Tiefe statt Social-Media-Häppchen. Und genau diese Tiefe zahlt sich doppelt aus: Jede Ausgabe liefert Rohmaterial für Wochen — Zitate, Porträts, Fotostrecken, Themen —, das sich in einzelne Posts, Reels und Blogartikel für Instagram, TikTok und den Onlineshop-Blog runterbrechen lässt. Das Magazin wird so zur Content-Quelle für alle anderen Kanäle, nicht zum Silo daneben.
essence und Catrice sprechen mit TikTok, Roblox und Gen-Z-Content vor allem eine junge Zielgruppe an — verständlich, aber die Gesellschaft altert, und die Kaufkraft älterer Konsumentinnen wächst mit ihr. Genau hier würde eine Brücke zu Niche Beauty Lab Sinn ergeben: aktive Skincare-Wirkstoffe sind für eine reifere Zielgruppe oft relevanter als für 16-Jährige auf TikTok. Statt weiterer Billig-SKUs würde ich eher auf Produkterweiterung und Upselling über Content setzen — Aufklärung statt Rabatt, zum Beispiel Wirkstoff-Erklärvideos oder redaktionelle Skincare-Routinen fürs reifere Publikum, die dann auch höherpreisige Produkte rechtfertigen. Auch dafür wären die eigenen Kanäle — Magazin, Blog, Podcast — der richtige Ort, bespielt für mehr als nur die junge Zielgruppe.
Zwei weitere Zielgruppen, die ich nicht ignorieren würde: Männer werden bei Beauty und Grooming zunehmend bewusster — Hautpflege, Augenbrauen, Concealer sind längst kein reines Frauenthema mehr, und weder essence noch Catrice sprechen das aktuell gezielt an. Und dann Kids/Tweens: Der „Sephora-Kids"-Trend zeigt, dass sich schon Neun- bis Zwölfjährige für Skincare und Make-up interessieren — oft mit Produkten, die eigentlich für Erwachsene entwickelt und für Kinderhaut ungeeignet sind. Genau da könnte essence Verantwortung übernehmen, statt das Feld unregulierten Trends zu überlassen: eine eigene, dermatologisch getestete Kids-Linie, altersgerecht kommuniziert, mit Aufklärungscontent auch für Eltern. Das wäre auch eine echte Vertrauensgeschichte.
Synthetische Biologie ist in der Kosmetik keine Zukunftsmusik mehr: L'Oréal setzt bereits bioidentisches, rekombinantes Kollagen in einem verkauften Produkt ein, Wirkstoffe wie Ergothionein oder Astaxanthin werden zunehmend per Synbio-Plattform statt durch Extraktion hergestellt — günstiger, konstanter in der Qualität, mit besserer Nachhaltigkeitsstory. Der Longevity-Markt wächst parallel deutlich, angetrieben vor allem durch personalisierte Medizin — das deckt sich mit dem Potenzial, das Niche Beauty Lab für cosnova bei aktiver Skincare eröffnet. Beim Arbeitsmarkt zeigt sich ein gemischtes Bild: Die Nachfrage nach Kosmetik-Dienstleistungen wie Make-up-Artists steht schon unter Druck, das Produktgeschäft dagegen konzentriert sich eher, als dass es schrumpft — günstige Kosmetik profitiert historisch sogar vom sogenannten Lipstick-Effekt in wirtschaftlich unsicheren Zeiten.
Longevity-Markt, weltweit
Quelle: SNS Insider, CAGR ~9,4 %
Globaler Beauty-/Aesthetic-Markt
Quelle: Marktschätzungen, mehr als verdoppelt bis 2030
Ich habe mir angeschaut, was seriöse Quellen für die nächsten 15 Jahre erwarten — genau der Zeitraum, in dem sich meine eigene Neuaufstellung und eure Wachstumspläne überschneiden:
Was ich daraus für Cosnova ableiten würde: Bei der technischen KI-Infrastruktur — Try-on, Shade Finder — seid ihr schon vorne dabei, genau in der Sparte, die am schnellsten wächst. Der Engpass ist eher die redaktionelle und organisatorische Seite: Wie baut man in den nächsten Jahren so schnell neue Fähigkeiten auf, wie der Markt sie verlangt, ohne die eigene Kultur zu verlieren? Genau da würde ich ansetzen — beim Aufbau schlanker, intern nutzbarer KI-Werkzeuge, wie in Station 06 gezeigt, und dabei, Prozesse so zu gestalten, dass sie mit dem Tempo mitwachsen, statt hinterherzulaufen.
Was ich bewusst nicht anfassen würde: das Kernprodukt selbst — essence und Catrice funktionieren schon, dafür braucht es mich nicht. Erste sichtbare Ergebnisse bei den Themen, die ich oben beschrieben habe, würde ich innerhalb von 6 bis 12 Monaten erwarten.
Eine Schlussfolgerung
Acht Stationen, ein Muster: Ich komme in Situationen rein, die sich nicht sauber einer einzelnen Disziplin zuordnen lassen, eigne mir an, was fehlt, verbinde die richtigen Leute und bringe eine erste funktionierende Lösung ans Laufen. Sobald sie steht, übergebe ich sie gern an Spezialisten, die es auf Dauer besser können als ich.
01
Wenn ihr ein Unternehmen übernehmt, einen Distributor integriert oder einen neuen Markt eröffnet: Ich gehe rein wie jemand, der die operative Realität verstehen will — Menschen, Marke, Kunde, Retail, E-Commerce, Prozesse. Nicht als M&A-Berater, nicht als klassischer Consultant.
Kein Befund, keine Behauptung, dass hier etwas nicht funktioniert — nur ein Bild davon, wie ich an eure erste Übernahme herangehen würde.
02
Brand × Retail, Creative × Operations, Content × E-Commerce, HQ × neue Tochtergesellschaft — genau dort, wo ein Thema zwischen zwei Zuständigkeiten hängt, weil es niemandem allein gehört. Was im Tagesgeschäft schwierig sein kann, weil es mich zum nächsten Projekt zieht, sobald etwas läuft, ist bei genau solchen Projekten kein Nachteil, sondern die Funktion.
03
Idee, Recherche, die richtigen Leute, ein Prototyp, testen, iterieren, übergeben — keine PowerPoint über eine Idee, sondern die Idee selbst, so schnell wie möglich sichtbar oder testbar. Fotografieren, gestalten, Websites bauen, Prozesse modellieren, KI-Werkzeuge zusammenbauen, externe Spezialisten einbinden, wenn es nötig ist. Und wenn ich einen langsamen oder sich wiederholenden Prozess sehe, frage ich mich zuerst, ob wir ihn heute noch so machen müssen.
Ich weiß noch nicht, wie eine Position dafür heißen würde. Aber genau das ist die Art Aufgabe, bei der ich am meisten mitbringe — und die Spezialisten bei euch wissen in ihren Bereichen ohnehin mehr als ich. Mein Beitrag liegt an den Schnittstellen dazwischen.
Ehrlich
Ich will lieber offen sprechen, als mich schönzureden. Auf einen Blick:
Schwachstelle
Zum Schluss
Seit vielen Jahren kenne ich dich — aus Erzählungen, von euren Sommerfesten, wo man auch die Partner kennenlernen konnte, und aus den Fotoshootings, bei denen ich dich im privaten Rahmen erleben durfte. Das war ein Privileg, und es hat mich beeindruckt, mit welcher Energie und Leidenschaft du deine Themen angehst. Das ist mir öfter hängen geblieben, als du vielleicht denkst. Und ich sehe es auch bei S██i██: wie gewissenhaft sie arbeitet und wie sehr sie sich mit cosnova identifiziert — das beeindruckt mich bis heute.
Ich weiß nicht, wie eine Position dafür heißen würde. Aber ich weiß inzwischen ziemlich genau, welche Art von Aufgabe mich reizt — das hoffe ich, habe ich dir mit dieser Seite gezeigt, mehr als jede Stellenbeschreibung es könnte.
Cosnova ist groß — für vieles, was mir von außen auffällt, habt ihr wahrscheinlich längst Lösungen oder arbeitet schon daran. Aber manchmal sieht man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr. Jemand von außen, der anders denkt als das übliche Profil, sieht solche Stellen manchmal noch — gerade jetzt, wo es in den nächsten Jahren eher um kluges Sparen gehen wird, ohne den nächsten Aufschwung zu verpassen.
Gib mir ein reales Problem. Einen Markt. Eine neue Beteiligung. Einen Prozess, für den im Tagesgeschäft niemand Zeit hat. Eine Idee, die irgendwo zwischen zwei Abteilungen liegen geblieben ist. Lass mich sie verstehen, kartieren, und eine erste Lösung dafür bauen — verstehen, kartieren, bauen, testen, übergeben, in etwa 30 Tagen. Und falls es bei euch über Cosnova Essence hinaus noch andere Projekte gibt, wo mein Profil passen könnte — sprich mich gern auch darauf an.
Lass uns den Faden aufnehmenFrag mich was
Ich bin leidenschaftlicher Marathonläufer, mache inzwischen auch Hyrox, und spiele Schach in einem Verein. Die klügste Entscheidung meines Lebens war trotzdem eine andere: genau zu wissen, welche Frau ich mir wünsche — und sie gefunden zu haben. Dazu S██i██, unsere Kinder und Frida, unsere Rettungshündin aus Portugal — mehr dazu in Station 05.
Frankfurt-Marathon.
Hyrox.